Seite 1 von 1

Loch im Motorgehäuse

Verfasst: 07.06.2010, 09:31
von MartinB
Hallo nochmal,
mitten in der größten Fahrfreude hat das Schicksal zugeschlagen... Das Blech, das den hinteren Kettenschutz stabilisiert, hat sich von der Schwinge gelöst und wurde mit der Kette nach vorn transportiert. Da hat sich das Blech dann um das Ritzel gewickelt. Jetzt hab ich eine kaputte linke Motorhälfte.

Bild

Habt ihr Erfahrung, kann man das Reparieren (Schweißen, Kleben...)?

Ich habe ein erstaunlich ähnliches Bild bei einem Beitrag von Knacki (22.11.2009) gesehen.
@ Knacki: hält deine Klebung noch? ist das dicht?

Gruß
Martin

Loch im Motorgehäuse

Verfasst: 07.06.2010, 12:09
von FrankH
Moin,
so schlimm sieht das gar nicht aus. Ein ähnliches Malheur hatte ich bei meiner ersten Dicken. Ich denke auch bei deiner sollte das Problem mit etwas Kaltmetall (gibt es u.a. beim alten Conrad) zu beheben sein. :zwinker:

Loch im Motorgehäuse

Verfasst: 07.06.2010, 12:12
von Knacki
Hi Martin,

jau ... als wenn es mein Motor wäre. Die erste Kaltmetall-Klebung hat fast 2 Jahre gehalten, bis ich den Limadeckel aufmachen musste. Danach habe ich alles mögliche probiert, nix hat gehalten. 2 verschiedene Sorten Kaltmetall versucht, und sogar kleine Armierungen mit eingebaut - spätestens nach 150km kam die Suppe wieder gelaufen. Nu hab ich ihn in andere Hände gegeben ... Schweißen geht wohl nur wenn der Motor komplett zerlegt ist. Na ja, jetzt ist Urlaubszeit und ich muss mich gedulden. Vermutlich wird danach der kreative Fachmann eine Lösung für meinen Motor finden, ich werde dann gerne berichten.

Gruß
Knacki

Loch im Motorgehäuse

Verfasst: 09.06.2010, 08:56
von MartinB
Hallo Zusammen,
ich habe noch ein bisschen recherchiert. Schweißen fällt höchstwahrscheinlich aus, da beim Aluschweißen das ganze zu schweißende Teil auf >200°C vorgewärmt werden muss. Das bedeutet Motor zerlegen und da kann ich auch gleich meine "Ersatz"motorhälften verbauen.
Eine Probeklebung mit 2K Kaltmetall hat bei mir bisher schon versagt, da sehe ich aber noch die besten Chancen

Gruß
Martin

Loch im Motorgehäuse

Verfasst: 09.06.2010, 10:22
von Tomgar3
feine Bohrung setzen...
mit Feingewindestiften bis knapp unter die zu erreichende Dichtfläche stehen lassen... (ich würd da maximal 2 Stifte setzen, ggf. drei, wenns ganz feine sind)
und dann erst kaltmetall, weil das sonst nirgends eine Haltefläche bekommt.
ggf. die Fläche sogar vorher vergrößern, aber das muss man sehen.

Idealfall wäre aber schweißen :)

Loch im Motorgehäuse

Verfasst: 09.06.2010, 13:16
von Knacki
DR-Fan hat geschrieben:das ist Quatsch, wir schweißen hier ständig Motorenteile, die müssen nicht auf 200°C erwärmt werden, du brauchst nur einen routinierten Schweißer und keinen Gelegenheitsschweißer.
ich hab keine Ahnung vom Alu schweißen, mir wurde gesagt, der Motor müsse zerlegt werden wegen "möglichen funkenüberschlägen innerhalb"
Tomgar3 hat geschrieben:feine Bohrung setzen...
mit Feingewindestiften bis knapp unter die zu erreichende Dichtfläche stehen lassen... (ich würd da maximal 2 Stifte setzen, ggf. drei, wenns ganz feine sind)
und dann erst kaltmetall, weil das sonst nirgends eine Haltefläche bekommt.
ggf. die Fläche sogar vorher vergrößern, aber das muss man sehen.

Idealfall wäre aber schweißen :)
So hab ich das mehrfach versucht, auch mal ne andere Sorte Kaltmetall probiert, spätestens nach 150km war es wieder offen. Scheint aber auch eine sehr ungünstige Stelle für sowas.
Das bedeutet Motor zerlegen und da kann ich auch gleich meine "Ersatz"motorhälften verbauen
jo, dann wird man aber mit Sicherheit einiges finden, was man dann auch neu macht, wenn der Motor schonmal auf ist. Da kann schnell ein hübsches Sümmchen zusammen kommen.

Gruß
Knacki

Loch im Motorgehäuse

Verfasst: 09.06.2010, 13:36
von hcw
Also ich bin auch gerade dabei 1-2 Motoren aufzubauen, weil sich mein Motor in Schweden zerlegt hat. Habe jetzt schon soviel Geld ausgegeben, dass ich davon eine fahrbereite und getüvte Big kaufen hätte können.

Aber ich hoffe einfach mal, dass ich durch die Motorenrevision ein wenig mehr Zeit habe - soll heißen, dass der/ die Motoren länger halten, als wenn ich was gebrauchtes kaufe... Zu dem lerne ich beim Basteln wieder was dazu. Macht auch Spaß :)


Besten Gruß
Christian

Loch im Motorgehäuse

Verfasst: 09.06.2010, 15:12
von MartinB
und dann reinigen mit? ich würde Aceton nehmen ich habe aber auch schon was von Beizen mit irgendwelchen Säuren gegen die Oxidschicht gelesen

Loch im Motorgehäuse

Verfasst: 09.06.2010, 15:56
von Evildent_Resi
Hossa...

Entfetten geht recht gut mit Aceton. Aluminium lässt sich prima mit Natriumhydroxid ätzen.
Letzteres ist im gutsortierten Haushaltswarengeschäft als Abflussreiniger zu beziehen.

Aber obacht: Das Zeug ist ätzend! Schutzbrille und Handschuhe verwenden.


Gruss,
LarS

Loch im Motorgehäuse

Verfasst: 08.07.2010, 11:54
von MartinB
nach mehreren erfolglosen Versuchen mit Kaltmetall habe ich jetzt folgende Variante ausprobiert:

-Klebung mit 2K Epoxy (Scotch 2216, ist auch ausgehärtet noch relativ elastisch --> gleicht Temperaturausdehnung aus)
-Verstärkung der Klebestelle mit angeklebtem 0,05mm Edelstahlblech von außen (Vergrößert Klebefläche --> bessere Haltbarkeit)

Die Sache hält jetzt seit 500 km dicht, wie lange noch... ? Da kann ich nur hoffen. Wenns wieder kaputt geht werde ich mich melden.

Gruß
Martin

Loch im Motorgehäuse

Verfasst: 08.07.2010, 20:04
von Ole
Vorschlag.
Solange es nicht zu groß ist kann man es mit den Dremel noch etwas nachbearbeiten und ein passendes Gummistück straff reinbauen. Also so ähnlich wie eine Kabeldurchführung halt ohne Kabel. Da kann man auch noch etwas Dichtmasse mit dazugeben um ganz sicher zu gehen. Habe ich mal so gemacht und hat ewig und absolut sicher gehalten.
Gruß Ole